Fixkosten erfassen: Das bleibt jeden Monat
Bevor du weißt, wie viel Geld im Monat wirklich frei ist, musst du wissen, was schon vergeben ist. Das sind deine Fixkosten: Zahlungen, die regelmäßig und meist in gleicher Höhe anfallen. Wer sie vollständig kennt, plant ruhiger. Dieser Ratgeber zeigt, wie du sie in einer halben Stunde erfasst. Er ersetzt keine Finanzberatung.
Was zu den Fixkosten gehört
Typisch sind Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Strom, Internet, Handyvertrag, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge, Abos, Fahrkarten und Ratenzahlungen. Auch Kinderbetreuung oder Unterhalt zählen dazu, wenn sie regelmäßig anfallen. Nicht dazu gehören schwankende Ausgaben wie Lebensmittel oder Freizeit, die erfasst du getrennt.
Schritt für Schritt erfassen
- Öffne die Kontoauszüge der letzten drei Monate.
- Markiere jede Zahlung, die in jedem Monat vorkommt.
- Trage Empfänger, Zweck, Betrag und Fälligkeitstag in eine Liste ein.
- Notiere bei jedem Eintrag, ob er monatlich, vierteljährlich oder jährlich bezahlt wird.
- Rechne alles auf einen Monatsbetrag um.
- Addiere die Spalte, das ist deine monatliche Fixkostensumme.
Jahreszahlungen nicht vergessen
Die häufigste Lücke sind Beträge, die nur einmal oder zweimal im Jahr abgebucht werden: Kfz-Versicherung, Haftpflicht, Rundfunkbeitrag, Mitgliedsbeiträge, Jahres-Abos. Teile sie durch zwölf, um den Monatswert zu erhalten. Eine Versicherung mit 240 Euro im Jahr entspricht 20 Euro im Monat. Wer das nicht beachtet, wird von der Abbuchung im Frühjahr oder Herbst überrascht.
Ein kleines Rechenbeispiel
Angenommen, Miete und Nebenkosten betragen 780 Euro, Strom 55 Euro, Internet und Handy 45 Euro, Versicherungen im Jahr 480 Euro. Die Versicherungen machen 40 Euro im Monat aus. Zusammen sind das 920 Euro. Liegt dein Nettoeinkommen bei 1.900 Euro, bleiben vor allem anderen 980 Euro. Mit dieser Zahl planst du dein variables Budget.
Was die Summe dir verrät
Die Fixkostensumme zeigt, wie viel Spielraum du hast. Vergleiche sie mit deinem Einkommen: Je höher der Anteil, desto weniger Beweglichkeit bleibt dir im Monat. Das ist keine Wertung, sondern eine Information. Manche Fixkosten lassen sich prüfen, etwa ob ein Tarif noch zu deinem Verbrauch passt oder ein Abo noch genutzt wird.
Wo du die Zahlen findest
Neben den Kontoauszügen helfen Verträge, Jahresabrechnungen und E-Mails von Anbietern. Suche in deinem Postfach nach Begriffen wie „Rechnung“, „Beitrag“ oder „Verlängerung“, um vergessene Abos zu entdecken. Frage in der Familie nach gemeinsamen Verträgen, die ein anderer Haushaltsteil bezahlt. Eine vollständige Liste lohnt sich schon deshalb, weil du damit nie wieder nach einer Police suchen musst.
Fixkosten und Puffer
Plane zu den Fixkosten eine kleine Reserve ein, denn Nebenkostenabrechnungen oder Beitragsanpassungen kommen selten angekündigt. Manche legen jeden Monat einen kleinen Betrag auf ein Rücklagenkonto, damit eine Nachzahlung kein Loch reißt. Wie viel für dich passend ist, entscheidest du anhand deiner Situation.
Einmal im Jahr aufräumen
Setze dir einen festen Termin, zum Beispiel im Januar oder zu Beginn des Herbstes. Gehe die Liste durch und frage bei jedem Posten: Brauche ich das noch? Passt der Betrag? Wann ist die nächste Kündigungsfrist? Schreibe Fristen in deinen Kalender, damit du rechtzeitig entscheiden kannst.
Gemeinsame Kosten im Haushalt
Lebst du mit Partner oder Mitbewohnern, trage gemeinsame Fixkosten in eine eigene Spalte ein und notiere, wer wie viel übernimmt. So gibt es keine Diskussion darüber, wer die letzte Abbuchung bezahlt hat, und jeder sieht seinen Anteil. Auch das gehört in die Liste: Beträge, die ihr zwischen euch verrechnet.
Typische Fehler
- Nur die Posten vom Dauerauftrag erfassen und Lastschriften übersehen.
- Jahresbeträge nicht in Monatswerte umrechnen.
- Die Liste einmal anlegen und nie mehr aktualisieren.
- Vergessen, Preiserhöhungen einzutragen.
Passend dazu
Im Shop gibt es die Fixkosten-Übersicht, die regelmäßige Kosten auf Monat und Jahr umrechnet, den Jahreszahlungen-Kalender für Versicherungen und Gebühren, die Abo-Übersicht mit Kündigungsdatum und die Vertrags-Übersicht mit Laufzeit und Frist. Alles sind digitale Vorlagen zum Selbstausdrucken. Mehr in der Centplan-Übersicht.
Hinweis: Die Beispielzahlen sind frei erfunden. Centplan bietet Vorlagen zur eigenen Organisation, keine Finanzberatung.